Zum Hauptinhalt springen

Landratsamt Kitzingen: Veterinäramt warnt vor Hasenpest

Die Bevölkerung wird um Vorsicht gebeten. Folgende Verhaltensmaßregeln werden empfohlen.

Bei verendeten Feldhasen wurden im Waldgebiet Klosterforst im Gemeindegebiet Kitzingen aktuell Tularämie nachgewiesen. Die Tularämie, auch Hasenpest genannt, kommt bundesweit vor und wurde im Landkreis Kitzingen in den letzten 12 Monaten in verschiedenen Revieren festgestellt.

Bei der Tularämie handelt es sich um eine durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufene Infektionskrankheit, die vorwiegend bei wildlebenden Hasenartigen (Hasen, Kaninchen) und Nagetieren (Mäuse, Ratten, Eichhörnchen) vorkommt. Auch Stechinsekten und Zecken können eine Rolle bei der Übertragung spielen. Die Tularämie ist eine Zoonose, die durch direkten Kontakt mit der kontaminierten Umgebung oder infizierten Tieren auf den Menschen übertragbar ist.

Die infizierten Tiere erkranken an einer akut verlaufenden fieberhaften Allgemeininfektion mit Abmagerung, Schwäche und Apathie. Sie laufen schwankend und verlieren häufig die natürliche Scheu.

Menschen infizieren sich vor allem bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen bzw. beim Umgang mit Kadavern, insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen erlegten Wildes. Nur wenige Keime sind für eine Infektion notwendig. Beim Menschen kommt es häufig zu grippeartigen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, auch Lungenentzündungen, fortschreitenden Entzündungen an der Eintrittsstelle und Lymphknotenschwellungen. Personen bei denen Krankheitserscheinungen nach einem Wildtierkontakt auftreten, sollen einen Arzt aufsuchen und diesen darauf hinweisen. Bei einer rechtzeitigen Diagnose heilt die Erkrankung unter Antibiotika in der Regel problemlos aus. 

Es werden folgende Verhaltensmaßregeln empfohlen:

  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren, insbesondere bei offensichtlichen kranken Tieren
  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren
  • Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit erkrankten oder toten Wildtieren-- Tragen von Handschuhen und Mundschutzmaske
  • Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene beim Umgang mit Wildbret während der Vorbereitung (Enthäuten, Ausnehmen) und der Zubereitung
  • Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren.

 

 


Quellenangaben
Text: Landratsamt Kitzingen: Pressemitteilung vom 29. April 2024

Aufmacherbild / Quelle / Lizenz
Bild von Penny auf Pixabay

Zurück